Folge #25: Irrfahrten

von Markus Ostermaier
(Kreuzviertel / Feierbanane)

Die schwarze, namenlose, aufdruckslose Plastiktüte kommt als diskrete Verpackung bei ihren ersten Besitzern an. Dies ist der Beginn einer Reise, die lange dauern wird. Reissfest wie sie ist, dient sie nicht nur als Transport- und Aufbewahrungsmittel. Sie ist ebenso aufmerksame Beobachterin ihrer Besitzer:innen, Inhalte und Umgebungen. Nach langen tristen Jahren gelingt ihr dank einer Windböe über dem Ozean der Befreiungsflug – um dann von jemandem gefunden zu werden, der sie auch ein wenig mürbe und löchrig noch schätzt und dessen Leben sie besser machen, ja sogar retten kann. 

Markus Ostermeier erzählt im letzten Kopfkino des Jahres 2022 von einer weiten, langen Reise, vom Dasein einer Dienenden, die eine zufällige Chance ergreift. Und auch wenn es so aussieht, als wäre das Ende gekommen – irgendjemand oder irgendetwas greift zu und findet Zweck im scheinbar Nutzlosen. 

Folge #24: Wegen der Häppchen

von neutro
(vom Europaplatz bis Unterföhring)

Fritz ist DER HEILER, ein Star im Fernseh-Hauptabend, und als gesundheitsbewusster Held joggend auf dem Weg nach Unterföhring, wo Häppchen und aussichtsreiche Angebote auf ihn warten. Er wäre nicht DER HEILER, wäre der Weg nicht gespickt von herausfordernden Aufgaben. Zum einen sind da die Gesundheits-Points, die er laufend sammelt – je mehr Intensität, desto mehr Points – zum anderen eine Reihe Herkules-ke Herausforderungen. Er weiß, was zu tun ist, begegnet Hürden mit erhobenem Haupt, mächtigem Blick, fast übermenschlich, ausdauernd und völlig ohne Furcht. Er gibt nicht auf, ist immer zur Stelle, wo er gebraucht wird – egal ob Drecksarbeit oder nicht. Nicht einmal das Tor zur Hölle erschreckt ihn. Er erkennt vielmehr, dass nicht unbedingt das Ziel das Ziel ist, sondern der Weg schon ausreichend Aufgabe im Leben.

Folge #23: Clubgänge

von Rinus Silzle
(Kreuzviertel / Feierbanane)

Der “gute Ton” der Münchner Nacht: Wummernder Bass und viele Menschen. So war das zumindest bis zu Beginn der Corona-Pandemie auf der Feierbanane, dem Straßenzug um den Maximiliansplatz, wo die Clubdichte hoch ist und die Nacht immer jung. 

Doch dann wurde es still, nicht nur hinter den geschlossenen Clubtüren, sondern auch auf dem Platz davor, der verlängerten Tanzfläche, wo sich zum Rauchen, Ratschen und Abchecken getroffen wurde. Dort sitzt Valerie jetzt und denkt an die Zeit zurück, als “Pacha, 089 oder Rote Sonne? Bob Beaman? Harry Klein?” die Frage des Abends war. Als die Grenzen zwischen Tag und Nacht, Draußen und Drinnen verschwammen, als Dabeisein alles war, Feiern als Lebensgefühl, als die Zeit bestimmende Dynamik. Valerie vermisst den Vibe, das Fallenlassen können, das Zuhause fühlen, das Wissen, dass alles passt: Das Outfit, die Musik, die Gesellschaft, der Rausch. In welcher Form Valeries Lieblingsclubs nach Corona wiederkommen werden, ist noch nicht so ganz klar. Bis dahin gibt es aber glücklicherweise noch die Musik. Und Freund:innen, die nicht nur rund um die Nacht am Start sind.  

Folge #22: Au!

von Neutro (Anna Neuwirth und Martin Troger), Rinus Silzle, Denijen Pauljević und Benno Heisel
(Au)

Wo ganz früher Bäche für nasse, schlammige Füße sorgten, dann Schornsteine der Vorstadtfabriken qualmten und dann Brot und Bier im Zentrum des Dorfes jenseits der Brücken standen, gibts jetzt Feiern zur Fastenzeit und sehr, sehr teure Wohnungen im ehemaligen Frauengefängnis. Gold aus Matsch gebacken, quasi. Dank Erholungswert von Isar-Hochufer, Weitblick und Nähe zu Innenstadt und Stadtnatur. Alles verändert sich, alles steht an der Schwelle – nicht nur die Dult an der Schwelle der Mariahilfkirche, sondern auch Flora und Fauna zwischen Landnahme und Verdrängung. Der Text für das Live-Hörspiel die Kopfkino -Stadtspaziergänge Folge 22 „AU!“ entstand in einem gemeinsamen Schreibworkshop der AutorInnen: Schnell, roh, direkt, miteinander, füreinander, gegeneinander. Er ist ein fließendes Mäandern zwischen Früher und Heute, dem, was da jetzt ist und vielleicht bald nicht mehr, aus Fakten und Vermutungen. Immer bleiben wird nur eins: Das Rauschen der Bäche und der Isar, die schon immer wegschwemmen, was weg muss und nicht aufpasst.

Folge #21: Kimchi, Lozzi, Korea, Corona

von Sophia Klimanek
(Isarvorstadt)

Wie es war während des ersten Lockdowns, als es noch kaum Homeschooling, keine Maskenpflicht und noch lang keine Impfung gab, daran erinnert sich jetzt im Frühjahr 2022 wohl kaum jemand mehr so ganz genau. Sophia Klimanek macht eine Zeitreise zurück an einen dieser Tage zwischen Pandemiebeginn und dem Moment, als Distanzierung sich schon fast wieder gewöhnlich anfühlte. Zwei Teenager suchen sich ihren Weg in eine neue Welt, die mehr aus Bildschirmkommunikation als aus persönlichen Begegnungen besteht, staunen über die Stille der Stadt und entdecken für sich und am anderen bisher unbekannte Facetten, Geschmäcker und Phantasien.

Folge #20: Zeitschichten

von Stefanie Ramb
(Maxvorstadt)

Eigentlich ist sie nicht mehr als eine Hauptverkehrsader aus dem Münchner Westen zum Hauptbahnhof, eine nicht allzu schöne, immer rauschende Straße ohne Charme. Die Arnulfstraße ist keine Straße, bei der man ins Schwärmen kommt. Aber sie ist eine Straße, aus deren Vergangenheit es viele Geschichten zu erzählen gibt. Ilse, ein (fiktives) Mädchen der 1920er Jahre, sieht die Arnulfstraße mit ihren Kinderaugen und lässt uns dabei eine Zeit erleben, als “Fortschritt” noch nicht in Bildschirmen geschah und als ein wichtiger Teil von dem, was München heute noch prägt, in der Arnulfstraße ihren Anfang genommen hat. 

Folge #19: 17 mit mir

von Katrin Diehl
(Graggenauviertel)

Die Autorin und Journalistin Katrin Diehl schnüffelt sich bodennah durch die Maximilianstraße. Eigentlich möchte ihr vierbeiniges Alter Ego nur seine Bedürfnisse stillen, aber ständig kommt etwas dazwischen: Konsum, ungewohnte Anblicke und die Erkenntnis, dass Flucht nach vorne nicht zwingend zum Ziel führt. Da wird so ein Schlenderer durch Münchens Zentrum der Reichen und Schönen schnell mal zur Spurensuche nach alten Prinzipien und Werten – sowohl an den Häuserecken, als auch in der tiefsten hündischen Seelenwelt.

Folge #18: Keine Container auf der Wiese

von Denijen Pauljević und Christine Umpfenbach
(Freimann und viele andere)

2 Menschen. Mitten unter uns. 

2 Lebenswege unter vielen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und doch kreuzen sich die Wege der Autorin Christine Umpfenbach und des Autors Denijen Pauljevic.

Folge #17: Taubenkack

Von Raphaela Bardutzky
(Altstadt)

Raphaela Bardutzky entführt uns auf eine Kopfreise direkt in die Räume eines Luxushotels.

vor und hinter die Kulissen – nur heute scheint irgendwie alles ein bisschen anders zu sein.

Weil, stell dir mal vor. Weil, stell dir mal vor, du wärst … Frühstückskellnerin …!

Wie wäre es?

20 Millionen im Jackpot.

Und dazu eine Taube, die auf das Namensschild unserer Protagonistin kackt.

Kannst du dir das Vorstellen? Kannst du?

Folge #16: Bernhard

von Jan Geiger
(Isarvorstadt)

Bernhard, Bernhard – warum heißt du eigentlich Bernhard?

Jan Geigers Protagonist läuft nach Hause – aber — ist es noch das zu Hause?

Gab es dieses Zu Hause jemals?

Der Weg vom Holzplatz am Glockenbach entlang in das hübsche Dreimühlenviertel wird 

zum Walk of Shame – ein Versuch folgt dem anderen die eigene Verantwortung zu erkennen.

Ein Weg über Sucht und Flucht und die Suche nach Geborgenheit.

Folge #15: FLAMINGOS. VIELLEICHT EINHÖRNER ODER EINE OBERGRENZE FÜR REICHTUM

von Mehdi Moradpour
(Au)

Als Gaststimme: Mehdi Moradpour

Es kommen immer mehr dazu

neue Köpfe, Rümpfe, Hände und Gebärden

bilden Reihen und schreiten in Richtung Frühlingsanlagen –

Die Stadt wächst und mit ihr die Frage:

Braucht es eine Obergrenze für Reichtum?

Hat irgendwer eine Idee?

Irgendwer?

Medhi Moradpour lädt ein zum Morgenmagazin „Schiffbruch mit Zebra“ live aus dem Open Air Studio auf der Weideninsel – der großen! Es geht um – wie letzte Woche schon angekündigt – Reichtum. Und am Mikrophon wie immer Eure Zebra!

Folge #14: Das Leben ein Fest

von Jule Ronstedt
(Haidhausen)

Als Gaststimme: Jule Ronstedt

Der innere Schweinehund zerrt heftig an der Kette, nach all der Pandemie. Raus, Bewegung! Vielleicht sogar Party? Um den Bordeauplatz herum ist alles irgendwie zu lebendig und zu tot zugleich. In schöner Leichtigkeit fügt sich jeder neue Wahnsinn in diese Stadt ein. Und zugleich sind an jeder Ecke diese Erinnerungen… Ein getriebener Spaziergang bis zum Bogenhausener Friedhof. Vielleicht ist dort wirklich endlich Party. Denn Friedhöfe haben ja nun einfach so etwas Relativierendes.

Folge #13: Schwabing – Surabaya – Sendling 

von Lea Herman
(Schwabing, Surabaya, Sendling)

Am 29. Januar 1959 kam mit einem Konzert der Tielman Brothers der Rock ‘n‘ Roll in München an. Um genau zu sein: der Indorock. Indonesischer Rock ’n’ Roll. Die Landschaft der Münchner Clubs nahm den neuen Sound fast schon zu gierig auf: Nachkriegsdeutschland wollte anders klingen, wild tanzen, Exotisches geboten bekommen.

Aus der ersten Indorockband wurde eine Welle, ein Phänomen, das Deutschland veränderte. Und dann?

Lea Herman begibt sich auf die Distanz auf eine sehr persönliche Spurensuche an die Orte von verschwundenen Baracken-Bars in den ehemaligen Bombenlücken in Schwabing, um den Hauptbahnhof und in Sendling. Und in den Aufnahmen der Bands, in denen ihr Vater und ihr Onkel die Republik rockten, bis die frisch getünchten Fassaden bröckelten.

Folge #12: 48°06’25.0″ N 11°39’23.0″E

von Emre Akal
(NEUPERLACH, ALTSTADT)

Irgendwas ist heute anders an der Stadt. Der Himmel in ein Nostradamus-Rot getaucht, das Verhalten der Menschen so seltsam, trotz Schnitzel und dem rötlichen Getränk, das sie nur hier trinken würden: unter den bunten Schirmen am Odeonsplatz. Was geschieht hier? Emre Akals Figuren beobachten das Geschehen. Mal mehr an sich, mal mehr durch die Blicke der anderen. Und da ist etwas fremd. Vielleicht einfach diese Menschen hier? Oder man selbst?

Oder die Antwort ist noch simpler: Aliens!

Konzept und Umsetzung: Henriette Fridoline Schmidt 
Kopf, Text und Weg: Emre Akal
Textfassung, Sound & Bearbeitung: Benno Heisel
Produktionsleitung: Lisa Risch, Rat&Tat Kulturbüro
Öffentlichkeitsarbeit: Mandana Mansouri 

Folge #11: Outside Inside

von Mira Mann
(DREIMNÜHLENVIERTEL)

In ihrem Text Outside Inside ist Mira Mann entlang der Isar unterwegs, zwischen der Au und dem Glockenbachviertel. Ihr Text wandert/flaniert/stolziert/tanzt dabei durch ein Nebelmeer aus Assoziationen und Gedanken: Versuche, dieses Söderbayern aus sich heraus zu halten und dennoch die Welt an sich heranzulassen.

Konzept und Umsetzung: Henriette Fridoline Schmidt | Kopf, Text und Weg: Mira Mann | Sound & Bearbeitung: Benno Heisel | Produktionsleitung: Lisa Risch, Rat&Tat Kulturbüro | Öffentlichkeitsarbeit: Mandana Mansouri

Folge #10: Androide Augen, Westend

von Nora Zapf
(WESTEND)

„— Sollen wir hier weiter? — Sie ist auf Wiederholung eingestellt. Beziehungsweise gibt sie erst Ruhe, wenn ich ihr antworte. Ich laufe mit meiner androiden Freundin (Klio ihr Name) auf die Hackerbrücke von der S-Bahnstation aus.“

Stimme und Konzept: Henriette Fridoline Schmidt | Kopf, Text und Weg: Nora Zapf | Sound und Bearbeitung: Benno Heisel

Folge #9: Nymphenburg

von Theresa Seraphin
(NYMPHENBURG)

Zurück in Nymphenburg: Theresa Seraphin begibt sich mit ihrer besten Freundin, ihrer Wahlfamilie, in den Nymphenburger Schlosspark. Gerade ist schon das eigentlich verboten. Anlass genug sich viele Fragen zu stellen und Gedanken auszutauschen.

Stimme und Konzept: Henriette Fridoline Schmidt | Kopf, Text und Weg: Theresa Seraphin | Sound und Bearbeitung: Benno Heisel | Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster | Weg: Nymphenburger Schlosspark

Folge #8: Watscheln nach der verlorenen Zeit

von Franz Furtner
(NYMPHENBURG)

Auf der Suche nach Erkenntnisgewinn lässt Franz Furtner einen Josef in Memoriam an Franz Hessel durch den Nymphenburger Schlosspark – ja was denn nun? flanieren, defilieren, schlendern oder doch eher watscheln?

Stimme und Konzept: Henriette Fridoline Schmidt | Kopf, Text und Weg: Franz Furtner | Sound und Bearbeitung: Benno Heisel | Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster | Weg: Nymphenburger Schlosspark

Folge #7: Plattenbauphilosophie

von Emre Akal
(NEUPERLACH)

Hand aufs Herz:  Wer verweilt ab und zu auf einer Parkbank im Ostpark, wandert zum Karl-Marx-Zentrum, oder kauft 4 Flaschen Desinfektionsmittel, 1 Vaseline, 1 Gurke, 1 Aubergine und Latexhandschuhe beim Penny am Ostpark?

Stimme und Konzept: Henriette Fridoline Schmidt | Kopf, Text und Weg: Emre Akal | Sound und Bearbeitung: Benno Heisel | Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster

Folge #6: Ge(h)fährten

Lisa Samia Högg
(MAXVORSTADT)

Dieses Mal führt uns der Weg über das Kreativquartier zur Halle 6 – eigentlich nur der Weg zum Arbeitsplatz, dem Schreibtisch im 1. Stock. Bevor sie aber an den Schreibtisch kommt, muss Lisa sich allerdings wundern…

Konzeption und Umsetzung: Henriette Fridoline Schmidt | Text und Weg: Lisa Samia Högg | Sound und Schnitt: Benno Heisel | Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster

Folge #5: Weitergehen

von Gerlinde Geller
(GLOCKENBACHVIERTEL)

Wieder im Glockenbackviertel, aber ganz anders: Wie oft ist sie diesen Weg schon gegangen? Von der Pestalozzi am Mühlbach entlang zu den Pflanzenstraßen und zurück? Hunderte Male. Mit Kindern, dann ohne. Aber das geht noch genauer. Eine poetische Kurzstrecke.

Konzeption und Umsetzung: Henriette Fridoline Schmidt | Text und Weg: Gerlinde Geller | Sound und Schnitt: Benno Heisel | Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster

Folge #4: Sunshine

von Jan Geiger
(AU)

Die Sonne geht auf und verglüht dabei ein wenig. Wie eine der 80er-Jahre-Schwulenbars nach der anderen. Durch das Glockenbachviertel vorbei am verdunkelten Sunshine Pub durch die abgerissenen Hinterhöfe beim Seven bis hin zum Hausfrauenstrich in der Holzstraße: das ist doch ein schöner Heimweg. Kein Grund zur Angst. Wirklich.

Konzeption und Umsetzung: Henriette Fridoline Schmidt | Text und Weg: Jan Geiger | Sound und Schnitt: Benno Heisel | Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster

Folge #3: Seidenschwarz (Auszüge)

Von Sophia Klimanek
(AU)

Nike stolpert durch ihr Studentenleben, ihrem Kopf-Kaspar hinterher. Von der Reichenbachbrücke über den Stachus am alten botanischen Garten vorbei, immer und immer wieder die Gabelsbergerstraße: Liebessehnsucht als Wiederholungszwang. Ein Auszug aus Sophia Klimaneks Roman Seidenschwarz.

Konzeption und Umsetzung: Henriette Fridoline Schmidt | Text & Weg: Sophia Klimanek |
Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster | Sound: Benno Heisel

Sophia Klimanek ist kürzlich von München nach Jamel gezogen und schreibt dort an ihrem ersten Roman mit dem Arbeitstitel Seidenschwarz. Darauf angesprochen, dass sie doch eigentlich Rechtsanwältin ist, antwortet sie meistens: Naja, Goethe war ja auch Jurist…

Folge #2: Das Gute, das Schlechte und das Hässliche

von Benno Heisel
(BOGENHAUSEN)

Eine Stadtführung als Hate-Trip: Benno Heisels Protagonistin ist Tourguide und selbsterklärter Racheengel der Geschichte. Folge ihrem wortgewaltigen Rant die Isar entlang, von der Möhlstraße bis hin zum Friedensengel.

Konzept und Umsetzung: Henriette Fridoline Schmidt | Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster |
Text, Weg & Sound: Benno Heisel

Folge #1: Sonst Ruhe vor blauem Himmel

von Kathrin Diehl
(SCHWABING)

Kathrin Diehls Text führt durch Schwabing, das Viertel der Toten. Von der Theatinerkirche zum Siegestor, über die Leopoldstraße zur Münchner Freiheit. Leichen pflastern deinen Weg.

Konzept und Umsetzung: Henriette Fridoline Schmidt | Technische Einrichtung und Soundberatung: Willy Löster |
Text & Weg: Kathrin Diehl | Sound: Benno Heisel

Katrin Diehl kommt aus Mannheim. Studierte so allerlei, u.a. an der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg. Besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Promovierte. Ist als freie Journalistin für Print und Funkt tätig im Bereich Menschen und Kultur. Berichtet für die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung über Geschichten aus München. Schreibt. U.a. auch Theaterstücke. Das Postamt kommt im Münchner HochX auf die Bühne, ein Stück, das Einblick gibt ins Warschauer Ghetto, ebenso Das Urteil im Einstein Kultur. du oder ich – tot führt auf der Münchner Studiobühne ein in die Gehirnwindungen eines Amokläufers. Ihre Gruppe Stegreif bricht mit unpädagogischen 20-Minuten-Stücken in Schulen ein und verwirrt Schüler wie Lehrer. Lehrer noch ein bisschen mehr. Leitet einen Lyrik-Kurs für Blinde. etc.